FK Performance Motorsport sorgte mit einer taktischen Meisterleistung für einen Sieg von Tim Zimmermann und Leyton Fourie beim ADAC GT Masters auf dem Salzburgring – das Duo übernimmt damit die Tabellenführung. FK Performance Motorsport führt somit das ADAC GT Masters in allen Wertungen an.
Das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters 2026 fand auf dem Salzburgring statt. Der Kurs liegt malerisch im Nesselgraben, ist jedoch aufgrund seiner hohen Geschwindigkeiten und den kleinen Auslaufzonen bei Teams und Fahrern gefürchtet. FK Performance Motorsport setzte drei. BMW M4 GT3 Evo ein. Tim Zimmermann und Leyton Fourie reisten mit einem Punkt Rückstand als Tabellenzweite nach Österreich, wo das zweite Endurance-Rennwochenende der diesjährigen Saison stattfand. Die Besonderheit an dem Rennwochenende waren zwei 80-minütige Rennen mit zwei Pflichtboxenstopps und Nachtanken sowie einen Reifenwechsel.
Bereits früh wurde am Wochenende klar, dass die BMW sich auf dem Highspeedkurs schwertun werden, da Topspeed fehlte. Leyton Fourie qualifizierte sich nur auf dem siebten Startplatz für das erste Rennen, während die Tabellenführer auf der Pole-Position standen. Doch am Lamborghini der Konkurrenten im Titelkampf gab es bereits vor dem Rennen technische Probleme, so dass das Fahrzeug nur nachstarten konnte und den letzten Platz belegte. Die FK Performance Motorsport-Mannschaft entschied sich für den Reifenwechsel beim ersten Pflichtboxenstopp, was sich als goldrichtige Entscheidung herausstellte. Der BMW wurde somit in die Führung gespült, welche Leyton Fourie am Rennende gegen drückende Konkurrenz hauchdünn verteidigen konnte und somit den dritten Saisonsieg einfuhr.
„Ich freue mich riesig über diesen Sieg, weil er absolut unerwartet kam. Die Tests im Vorfeld haben nicht dafürgesprochen. Umso mehr hat mich die Pace des Autos überrascht – vor allem im Mittelstint. Doch selbst nachdem sich das Feld gegen Ende wieder sortiert hatte, war es so knapp mit dem Ford, dass ich nicht wirklich an den Sieg geglaubt habe“, so Tim Zimmermann nach dem Rennen.
Sein Partner Leyton Fourie ergänzt: „Ich freue mich riesig. Nach dem ersten Stint hatte ich an P4 gedacht, aber die Entscheidung, den ersten Stopp mit Reifenwechsel zu absolvieren, war super. Wir haben das Maximum herausgeholt, trotzdem war ich sehr überrascht, als mein Ingenieur meinte, dass wir vorne sind. Es war sehr hart, am Ende den Ford hinter mir zu halten, zumal ich die älteren Reifen hatte. Jetzt sind wir glücklich, zuversichtlich und wissen, was wir in Sachen Meisterschaft zu tun haben.“
Fabio Rauer konnte am Start einen heftigen Unfall verhindern, als er auf der Start-Ziel-Geraden ins nasse Gras gedrückt wurde. Dabei fiel Rauer ans Ende des Feldes zurück und startete mit seinem Teamkollegen Storm Gjerdrum eine Aufholjagd. Das Duo beendete das Rennen auf Rang sieben. Joseph Ellerine und Luca Link belegten Platz elf.
Im Sonntagsrennen belegten Leyton Fourie und Tim Zimmermann – der am zweiten Renntag seinen 30. Geburtstag feierte – den vierten Platz und nahmen somit wichtige Punkte im Titelkampf mit. Fabio Rauer und Storm Gjerdrum folgten nach einer starken Leistung direkt dahinter auf dem fünften Platz. Joseph Ellerine und Luca Link belegten in ihrem gelben BMW Position zwölf.
Somit führen Leyton Fourie und Tim Zimmermann vor dem großen Saisonfinale in Hockenheim – welches am zweiten Oktober-Wochenende stattfindet – das ADAC GT Masters an. Vor der finalen Veranstaltung haben sie einen Vorsprung von fünf Punkten vor der Lamborghini-Konkurrenz, allerdings können noch 56 Punkte auf dem Traditionskurs gesammelt werden. Auch im Silver Cup führen die beiden Piloten. In der Teamwertung liegt der BMW-Rennstall aus Bremen komfortabel an der Spitze. In der Road to DTM-Wertung hat ebenfalls der Südafrikaner Fourie die Nase vorne. Den Meister der Subwertung fördert der ADAC beim Einstieg in die DTM im darauffolgenden Jahr.